Die Terlusollogie® geht von der Beobachtung aus, dass es zwei Atem- bzw. Konstitutionstypen gibt. Diese Atemtypen unterscheiden sich in ihrer Art zu atmen und als Folge davon in Körperhaltung, Motorik, Stoffwechsel und Kreislauf. In mehr als 40jähriger erfahrungswissenschaftlicher Arbeit wurde das Phänomen einer Prägung des Atemzentrums zum Zeitpunkt der Geburt erforscht und immer wieder eindrucksvoll bestätigt.
In der modernen Zivilisation haben viele Menschen den Zugang zu einer natürlich funktionierenden Atmung und den sie unterstützenden Körperhaltungen, Bewegungen sowie einer entsprechenden Ernährung, verloren. Die Folge davon sind zunehmende Beschwerden im Bewegungsapparat, im Verdauungstrakt und im Herz-Lungen-System.
Die zahlreichen Therapieangebote in den unterschiedlichsten Richtungen zeigen, dass ein großer Bedarf an Hilfe besteht. Die Erkenntnisse der Terlusollogie® können helfen, sehr schnell herauszufinden, was man braucht, um wieder "ins Lot zu kommen".
Wie finde ich heraus, zu welchem Atemtyp ich gehöre?
Machen Sie einen kurzen Selbsttest:
Holen Sie einen etwas schwereren Gegenstand aus einem Regal von ganz oben runter und prüfen Sie dabei, ob das mit einer vorausgehenden Einatmung oder einer Ausatmung leichter geht. Versuchen Sie auf jeden Fall beide Varianten, damit Sie wirklich sagen können, was leichter ist!
Wenn Sie den Gegenstand nur mit einer Einatmung leicht herunter heben können - hingegen bei einer Ausatmung das Gefühl haben, nicht "lang genug" zu werden "den Gegenstand nicht zu erreichen", dann sind Sie aller Wahrscheinlichkeit nach Einatmer. Wenn Sie den Gegenstand nur mit einer Ausatmung leicht herunter heben können - hingegen mit einer Einatmung das Gefühl haben, "nicht lang genug" zu werden "zwar hinzukommen, aber nicht mehr genug Energie zum Herunterheben zu haben", sind Sie aller Wahrscheinlichkeit nach Ausatmer.
Wenn Sie zwar gewohnheitsmäßig bei einer solchen Tätigkeit einatmen würden und den Gegenstand auch herunter heben können - es aber eindeutig leichter geht, wenn Sie vorher bewusst ausatmen (selbst wenn Sie das gewohnheitsmäßig nie tun würden), sind Sie aller Wahrscheinlichkeit nach auch Ausatmer.
Wenn Sie neugierig sind, ob das auch stimmt, können Sie hier Ihren Atemtyp bestimmen. Wählen Sie bitte zuerst Ihr Geburtsdatum
(Erläterungen zur Rechenmethode)
Wenn der kleine Test und die Berechnung übereinstimmen, können Sie sicher sein, dass Sie zu dem entsprechenden Atemtyp gehören.
Hier eine kurze Beschreibung der beiden Atemtypen:
Wenn Sie anschließend feststellen, dass Ihre Lebensgewohnheiten in den meisten Punkten mit dem hier kurz beschriebenen Verhalten Ihres Atemtyps überein stimmen, bedeutet das, dass Sie gemäß Ihrem Atemtyp leben - sollte es in vielen Punkten nicht überein stimmen, könnte das die Ursache für schon bestehende oder zukünftige Probleme (verminderte Leistungsfähigkeit, Erschöpfung, Beschwerden im Bewegungsapparat usw.) darstellen.
Einatmer: Ausatmer:
aktive Einatmung, kurze Atempause, aktive Ausatmung, kurze Atempause,
Luft entweicht passiv Luft strömt passiv ein
aktive Einatmung vor jeder anstrengenden Tätigkeit aktive Ausatmung vor jeder anstrengenden Tätigkeit
Kraftseite (Standbein, dominante Hand Kraftseite (Standbein, dominante Hand
für kraftvolle Tätigkeiten) = rechts für kraftvolle Tätigkeiten) = links
impulsgebende (geistig führende) Seite impulsgebende (geistig führende) Seite
(Spielbein, feine Gestik) = links (Spielbein, feine Gestik) = rechts
optimale Schlaflage/Schlafenszeit optimale Schlaflage/Schlafenszeit
auf dem Rücken oder d. rechten Seite auf dem Bauch oder d. linken Seite
spät ins Bett und spät aufstehen früh ins Bett und früh aufstehen
optimale Sitzhaltung angelehnt, Rücken optimale Sitzhaltung ohne Lehne, Rücken
entspannt, Beine gestreckt, Kopf leicht ohne Lehne, Rücken gerade, Becken
angehoben, Gewicht auf dem Gesäß nach vorne gekippt (Bauch entspannt), Gewicht
(siehe Abbildung nebenstehende Seite) eher auf dem Oberschenkel, Knie angewinkelt (unter
dem Stuhl), Gewicht eher auf den Oberschenkeln
(siehe Abbildung nebenstehende Seite)
Stehen: rechtsbetont mit locker gestreckten Stehen: linksbetont mit leicht gebeugten Knien,
Knien, leicht nach hinten geneigtem Ober- leicht nach vorne geneigtem aufrechtem
Körper, Kinn horizontal Oberkörper, Kinn horizontal,
Gewicht: auf der Ferse Gewicht: auf dem Vorderfuß
Gehen kleine lockere, schnelle Schritte Gehen: größere, ruhigere Schritte, kraftvoll
Arme schwingen locker mit, Becken bleibt stabil Arme bleiben tendenziell ruhig, Becken schwingt mit
Lasten tragen: bevorzugt rechts Lasten tragen: bevorzugt links
Ernährung (Näheres siehe Tabelle Ernährung (Näheres siehe Tabelle
in den Büchern): in den Büchern):
tierische Fette, wenig Eiweiß, pflanzliche Fette, viel Eiweiß,
Kartoffeln, Mais, Roggenbrot, Nudeln, Weizenbrot,
saure Früchte, süße Früchte,
wenig Zucker, Zucker erlaubt,
3 x täglich kräftige Mahlzeiten, mehrmals täglich kleinere Mahlzeiten,
viel Flüssigkeit weniger Flüssigkeit
Ergänzung: Schon vor Jahrtausenden wusste man in Asien um die Polarität des Atems in Abhängigkeit von Naturgesetzen, die von Sonne und Mond ausgehen. Dem Musiker Erich Wilk verdankt der westliche Kulturkreis die Entdeckung der bipolaren Atemtypenlehre. Es finden sich unter anderem Quellen dazu im indischen „Hatha-Yoga“ (Ha = Sonne, -tha = Mond). Aus der traditionellen chinesischen Medizin kennen wir das ca. 4000 Jahre alte Yin (Mond) – Yan (Sonne) – Zeichen, dass das Gesetz von polaren Kräften in der Natur auf einen Nenner bringt.